Archiv & Geschichtsgruppe
Im Stadtteilprojekt Sonnenland e.V. sammelten sich in fast 60 Jahren viele Fotos, Filme, Videos, Texte, Nachbarschaftszeitungen, Broschüren an. Im Rahmen des Sonnenland Salons – einem Projekt gefördert von der SAGA/GWG Stiftung Nachbarschaft (Sommer 2024 bis Anfang 2026) – stöbern Aktive des Stadtteilprojekts und Menschen aus dem Sonnenland in Fotoschachteln und sichten VHS-Cassetten. Stadtteilgeschichte aus der Perspektive der Menschen im Sonnenland wird erzählt. Sonnenland liegt am Stadtrand Hamburgs und hat eigene Geschichten zu erzählen. Wie kann ein Archiv gestaltet sein, das diesen Geschichten Raum gibt und offen, partizipativ, künstlerisch und performativ sein will? Aber kaum über Mittel und Ressourcen verfügt? Bei Interesse, schreibt eine Mail an:
0178.88 99 118 (Sönke Jans) oder info[at]sonnenland-hamburg[punkt]de
Im Sonnenland ist Geschichtsarbeit seit langem präsent. Ende der 1970er Jahren kamen hier Menschen zusammen, die sich der Aufarbeitung der Nazivergangenheit in Billstedt widmeten: Die Geschichtsgruppe Sonnenland. Sie initiierte 1989 die Broschüre „Billstedts ‚vergessene‘ Geschichte“ und recherchierte die Namen von Billstedter Opfern des Naziregimes. Die Geschichtsgruppe Sonnenland initiierte den Gedenkstein am Billstedter Marktplatz. Seit vielen Jahren treffen sich im Rahmen der Woche des Gedenkens Anfang Mai hier Menschen. 2025 sprach bspw. Gül Mutlusoy für die Stadtteileltern Sonnenland&Mümmelmannsberg.
2003 iniitierte das Stadtteilprojekt Sonnenland mit Jugendlichen ein Mahnmal für die Zwangsarbeiter, die während der Nazizeit auf dem Gelände des Kalksandsteinwerks arbeiten mussten, auf dem in den 60er Jahren Sonnenland erbaut wurde. Eine Lore erinnert daran. Die Jugendlichen erhielten dafür 2003 den Bertini-Preis.


















